Zitate zum Thema “Sprache”

England und Amerika haben heutzutage alles gemeinsam, die Sprache natürlich ausgenommen

Oscar Wilde in Das Gespenst von Canterville

Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen England und Amerika philosophiert Oscar Wilde im ersten Kapitel seiner Erzählung Das Gespenst von Canterville (1887). Darin lässt der irische Autor einen amerikanischen Botschafter das englische Schloss Canterville kaufen, in dem es spukt. Der moderne und pragmatische Mr. Otis lässt sich keinesfalls von einem Gespenst beeindrucken. Statt in Angst und Schrecken zu verfallen, schafft es die Familie des Diplomaten den Hausgeist zur Verzweiflung zu bringen, denn was ist ein Gespenst schon wert, wenn es nicht als unheimlich wahrgenommen wird? Mit der nüchternen Einstellung zur parapsychologischen Phänomenen deutet Oscar Wilde Unterschiede in der Geisteshaltung von Amerikanern und Engländern, die dem obigen Zitat geradezu widersprechen. Die Lektüre dieser witzigen und märchenhaften Erzählung lohnt dennoch.

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Mich sensationiert eben das Wort

Wer hat das gesagt? »