Zitate zum Thema “Leben”

Lesen ist Lebensverlängerung

Wilhelm Schmid in Glück

Auf diese knappe Definition bringt der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid das Lesen. Das Zitat entstammt seiner kurzen und kurzweiligen Schrift Glück, in der er der Frage nachgeht, welche Formen des Glücks es gibt und wie man sie erreichen kann. Da manche Menschen ein besonders langes Leben als Glück erachten, regt Schmid zum Lesen an. Denn Lesen macht intelligenter, und intelligente Menschen leben länger. Diesen Zusammenhang bewies auch eine britische Langzeitstudie, die der Philosoph zitiert.

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Unsere Seele kommt alt zur Welt und wird dann immer jünger. Das ist die Komödie des Lebens

Oscar Wilde in Eine Frau ohne Bedeutung

Dieses Zitat ist in der Komödie Eine Frau ohne Bedeutung von Oscar Wilde zu finden. Diesen ungewöhnlichen Gedanken über die Seele und ihre zeitliche Entwicklung hat der irische Dramatiker Lord Illingworth zugewiesen. Illingworth ist ein typischer Dandy des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der stets nur das Eigeninteresse im Blick hat. Er hat eine Frau sitzengelassen als sie schwanger wurde und versucht Jahre später, seinen unehelichen Sohn zu seinem Privatsekretär zu machen. Aber zurück zum Zitat: Glauben Sie, dass die Seele im Unterschied zum Körper im Laufe der Zeit jünger wird?

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Ich lasse gern einen breiten Rand an meinem Leben

Henry David Thoreau in Walden

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau plädiert in seinem Buch Walden aus dem Jahr 1854 für eine mehrdimensionale Lebensführung. Das Buch schildert seine Erfahrungen von einem zurückgezogenen Leben am Walden-See, das er etwa zwei Jahre lang führte. In dieser Zeit konnte Thoreau mit viel Achtsamkeit diverse Formen des Lebens auskosten und gelang zu der Überzeugung, dass Menschen hinter dem ständigen Zwang etwas tun zu müssen, das eigentliche Leben verpassen.

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Die meisten Menschen sind andere Menschen. Ihre Gedanken sind die Meinungen anderer, ihre Leben Nachahmungen, ihre Leidenschaften nur Zitate

Oscar Wilde in De Profundis

Der irische Schriftsteller Oscar Wilde verbrachte die Jahre 1895 bis 1897 wegen Unzucht (damals galt Homosexualität als Gesetzesbruch) in Haft. De Profundis ist ein Brief, den er während seiner Gefängnis-Zeit an seinen Liebhaber Alfred Douglas gerichtet, verfasste. 1905, fünf Jahre nach Oscar Wildes Tod, wurde der umfangreiche Brief als Buch verlegt und schildert die Qualen eines gebrochenen Künstlers. Dennoch war Oscar Wilde stets davon überzeugt, das richtige Leben zu führen. Denn es war ein selbstbestimmtes Leben, und keine Nachahmung.

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Ich liebe ernsthafte Schwierigkeiten. Sie sind das einzige, was das Leben lustig macht

Oscar Wilde in Bunbury oder Ernst sein ist wichtig

Als die beiden Lebemänner und Freunde Algernon Moncrieff und Jack Worthing aus Oscar Wildes Gesellschaftskomödie Bunbury oder Ernst sein ist wichtig herausfinden, dass sie jeweils ein Doppelleben führen, reagieren beide sehr unterschiedlich. Während Jack im Bewusstsein bevorstehender Schwierigkeiten Trübsal bläst, genießt Algernon sein Doppelleben in vollen Zügen. Als Jack ihn warnt, er werde bald in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, kontert Algernon mit dem obigen Zitat.

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Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage

William Shakespeare in Hamlet

„To be, or not to be; that is the question“, gehört wohl zu den bekanntesten Zitaten Shakespeares. Es sind die Worte Hamlets, der in der gleichnamigen Tragödie aus dem Jahr 1602 darüber nachdenkt, ob er seinen ermordeten Vater, den König von Dänemark, rächen soll. Sein Grübeln deutet darauf hin, dass er sich lieber aus den Racheplänen seines als Geist erschienenen Familienoberhaupts heraus halten möchte, schließlich wagt er es jedoch und entscheidet sich für das Sein: er wird den Mörder seines Vaters töten.

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Wenn man aber auf eine tiefe Wahrheit stößt, dann tut sie sich einem nicht nur an einer, sondern an vielen Stellen kund

David Schnarch in Die Psychologie sexueller Leidenschaft

Der amerikanische Psychologe und Paartherapeut David Schnarch überzeugt in seinem Buch Die Psychologie sexueller Leidenschaft von der Bedeutung der Intimität für ein geglücktes Sexleben. In einer Nebenbemerkung lässt er die obigen Worte fallen, die mehr verdienen, als nur eine Nebenbemerkung zu sein. Denn hier deckt Schnarch eine interessante Wahrheit auf: wenn man eine Wahrheit entdeckt, so muss man nicht befürchten, sie gleich wieder zu verlieren, etwa weil man sie nicht entsprechend hütet. Sie wird sich, sofern es sich dabei um eine wirklich bedeutende Erkenntnis handelt, immer wieder zeigen.

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