Europa braucht zwei Währungen!

Hans-Olaf Henkel in Focus (29. November 2010)

Für die Einführung eines Nord- und eines Süd-Euros plädiert der ehemalige Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Hans-Olaf Henkel in einem Focus-Interview. Sein Hauptargument für zwei Währungen in Europa liege in der Tatsache, dass manche Länder unverbesserliche Schuldenmacher seien, deren Schulden aber von anderen Ländern bzw. deren Steuerzahlern getragen werden müssten. Zu diesen Ländern gehört auch Deutschland. Die Zwei-Euro-Einteilung würde auch den Mentalitätsunterschieden besser entsprechen. Henkel bezeichnet die Mittelmeerländer in diesem Zusammenhang als „Olivenländer“ und bescheinigt ihnen neben der Ausgabenfreude auch währungstechnisches Improvisationstalent. Hans-Olaf Henkel scheint auszublenden, dass auch die deutsche Regierung der Ausgabenfreude frönt. In den letzten zehn Jahren erfüllte Deutschland gleich fünfmal nicht das von der EU geforderte Kriterium nach einer maximalen Staatsverschuldung von 3 Prozent des BIP. Seine Einstellung zur europäischen Währungsunion fasst Henkel in seinem Buch Rettet unser Geld! zusammen.

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