Der wichtigste Gebrauchsgegenstand, den ich kenne, ist die Information

Gordon Gekko in Wall Street

Wann das Informationszeitalter genau begann, darüber streiten sich Soziologen und andere Wissenschaftler bis heute. Fakt ist, dass Gordon Gekko (Michael Douglas), der Börsenspekulant aus Oliver Stones Film-Klassiker Wall Street schon 1987 den Wert der Information zu schätzen wusste. Und so verwundert es nicht, dass er nach Möglichkeiten suchte, seine Investment-Entscheidungen mit Insiderinformationen zu stützen.

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Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung

Oscar Wilde in Lady Windermeres Fächer

Dieses Geständnis legt Lord Darlington Lady Windermere gegenüber ab, während seines Besuchs in ihrer Londoner Residenz. Mit dem Besuch beginnt Oscar Wilde den ersten Akt des Gesellschaftsdramas Lady Windermeres Fächer, in dem der irische Autor die viktorianischen Moralvorstellungen satirisch beleuchtet. Lord Darlington schwärmt übrigens für die Titelheldin, doch seine Komplimente stoßen bei Lady Windermere auf Ablehnung.

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Die ökonomischen Grundregeln haben drei Dinge gemeinsam: Sie sind leicht zu verstehen. Sie sind leicht einzuhalten. Sie werden ständig gebrochen

Gerald Hörhan in Investment Punk

Der erfolgreiche Investmentbanker und Harvard-Absolvent Gerald Hörhan rechnet in seinem Buch Investment Punk mit dem Konsum- und Investitionsverhalten der Mittelschicht ab. So finanzieren Angestellte aus der Mittelschicht ihren Konsum mit Schulden (Beispiel Autokauf) oder investieren ihr schwer verdientes Geld in die falsche Geldanlage (Beispiel eigene Immobilie). Insgesamt brechen sie also die zwei einfachen Grundregeln der Ökonomie: 1. Man muss auf Dauer mehr einnehmen, als man ausgibt. 2. Man muss Schulden bezahlen, und zwar nicht durch Aufnahme neuer Schulden.

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Es ist die Pflicht des Malers, danach zu streben, einen Gedanken in seine Arbeit zu legen

Vincent van Gogh in Briefe

Das Zitat stammt von dem großen niederländischen Maler Vincent van Gogh. In einem der Briefe an seinen geliebten Bruder Theo, von dem er zeitlebens finanziell und mit viel Verständnis unterstützt wurde, verrät er, dass ein Künstler in seinem Werk stets einen Gedanken mitteilen soll. Aber was war nun der leitende Gedanke für van Goghs Kunst? Es ist der Glaube an das Göttliche, das Ewige, den Vincent van Gogh in jedes seiner Gemälde hinein legte. Wenn er etwa einen hungernden, alten Mann zeichnete, so wollte er dem Betrachter mitteilen, dass sich in diesem Mann etwas offenbart, dass edel genug ist, um den Tod zu überdauern.

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Wenn wir glücklich sind, sind wir immer gut, aber wenn wir gut sind, sind wir nicht immer glücklich

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Im sechsten Kapitel von Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray führen der titelgebende Jüngling und Lord Henry eine ihrer zahlreichen Konversationen. Diesmal ist Glück das Thema. Während Lord Henry mit den obigen Worten auf den Zusammenhang zwischen Glücklichsein und Gutsein hinweist, möchte Dorian Gray, dessen Körper nicht altert, wissen, was Gutsein bedeutet. Lord Henry antwortet: „Gut sein heißt in Harmonie mit sich selbst sein.“

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England und Amerika haben heutzutage alles gemeinsam, die Sprache natürlich ausgenommen

Oscar Wilde in Das Gespenst von Canterville

Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen England und Amerika philosophiert Oscar Wilde im ersten Kapitel seiner Erzählung Das Gespenst von Canterville (1887). Darin lässt der irische Autor einen amerikanischen Botschafter das englische Schloss Canterville kaufen, in dem es spukt. Der moderne und pragmatische Mr. Otis lässt sich keinesfalls von einem Gespenst beeindrucken. Statt in Angst und Schrecken zu verfallen, schafft es die Familie des Diplomaten den Hausgeist zur Verzweiflung zu bringen, denn was ist ein Gespenst schon wert, wenn es nicht als unheimlich wahrgenommen wird? Mit der nüchternen Einstellung zur parapsychologischen Phänomenen deutet Oscar Wilde Unterschiede in der Geisteshaltung von Amerikanern und Engländern, die dem obigen Zitat geradezu widersprechen. Die Lektüre dieser witzigen und märchenhaften Erzählung lohnt dennoch.

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Selbstsucht heißt nicht: so leben, wie man zu leben wünscht, sie heißt: von anderen verlangen, so zu leben, wie man zu leben wünscht

Oscar Wilde in Der Sozialismus und die Seele des Menschen

Eine interessante Definition der Selbstsucht liefert der irische Schriftsteller Oscar Wilde in seinem wenig bekannten Essay Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Selbstsucht darf demnach nicht mit Individualismus gleichgesetzt werden. Nach seinen eigenen Wünschen zu leben, hält Wilde für durchaus erstrebenswert. Sobald wir allerdings anfangen, von anderen zu verlangen, sie mögen unsere Gedanken und Ansichten teilen, wenn wir uns also anmaßen, unsere Form des Lebens als die bessere oder gar einzig richtige aufzufassen, werden wir selbstsüchtig.  Selbstsucht ist demnach auch Intoleranz.

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