Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Erich Kästner in Moral

Die obigen Worte geben Erich Kästners Gedicht Moral vollständig wieder. Der deutsche Lyriker und Kinderbuchautor (Emil und die Detektive) hat sich in seinem Werk immer wieder mit der Moral auseinander gesetzt. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, fasst seine Moral-Philosophie gut zusammen: nur in unseren Handlungen zeigt sich, ob wir gut sind oder nicht. Im Umkehrschluss lässt sich sagen, dass Nicht-Handeln gar nicht gut sein kann. Ein klares Plädoyer für Zivilcourage.

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10 Gedanken zu “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

  1. Man sollte sich bei diesem Zitat nicht nur auf den Umkehrschluss konzentrieren.
    Bei Zivilcourage handelt es sich um eine untergeordnete Gruppierung einer Unterteilung des Oberbegriffs handeln.
    Ich helfe gern ;)

  2. Der Hintergrund des Zitates kann bis zu Plato zurückverfolgt werden – die staatsmännische Überzeugung zu dieser Zeit war wohl, dass nichts vermittelt werden kann, außer einer entsprechenden Lebensweise. Wer lernt, muss das tun, was er Gutes will. Plato war dahingehend beeinflusst von Aristoteles (unsere wichtigsten Denker immerhin). Finden kann man eine Variante sicherlich auch bei Marx: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“

  3. Es heißt „ein Zitat wiedergeben“. Zusammensetzungen mit „wider“ bedeuten „gegen etwas …“; Zusammensetzungn mit „wieder“ bedeuten „etwas nochmal…“.

  4. Guten Morgen,
    Sie werden den Fehler im letzten Wort des ersten Satzes gewiss schon entdeckt haben.
    Sinngemäß sagte schon Thomas von Aquin:
    ‚Es ist unmöglich, dass ein Mensch gut ist, außer er stehe in der rechten Beziehung zum allgemeinen Wohl.‘

  5. Ich folgere aus dem Satz auch, dass es nicht reicht, zwar in guten Absichten zu denken; erst wenn man es schafft, diese auch in Handlungen umzusetzen, wird Gutes daraus.

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