Die meisten Menschen scheinen intuitiv der Meinung zu sein, dass man Handlungen, die misslingen, stärker bereut, als das Versäumnis, Handlungen vorzunehmen

Barry Schwartz in Anleitung zur Unzufriedenheit

Der amerikanische Psychologe Barry Schwartz setzt sich in seinem Buch Anleitung zur Unzufriedenheit mit der Frage auseinander, warum Menschen so häufig Probleme haben, Entscheidungen zu treffen. Eine wichtige Bedeutung für das Entscheiden kommt der Reue zu. Reue trifft vor allem nach einer unglücklichen Entscheidung auf. Die Menschen neigen dabei eher dazu, zu bereuen, was sie getan haben, und weniger dazu, zu bereuen, was sie nicht getan haben. Doch Schwartz weiß, dass es noch komplizierter ist: Mit zunehmender Zeit, kehrt sich die Einstellung um. Wenn wir also die Entscheidungen des letzten Jahres betrachten, dann bereuen wir vor allem unsere Taten. Wenn wir aber das gesamte Leben betrachten, dann bereuen wir vor allem Situationen, in denen wir nicht gehandelt haben. Der Betrachtungszeitraum hat also eine zentrale Bedeutung für die Reue.

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