Der Sozialismus und die Seele des Menschen Zitate:

Selbstsucht heißt nicht: so leben, wie man zu leben wünscht, sie heißt: von anderen verlangen, so zu leben, wie man zu leben wünscht

Oscar Wilde in Der Sozialismus und die Seele des Menschen

Eine interessante Definition der Selbstsucht liefert der irische Schriftsteller Oscar Wilde in seinem wenig bekannten Essay Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Selbstsucht darf demnach nicht mit Individualismus gleichgesetzt werden. Nach seinen eigenen Wünschen zu leben, hält Wilde für durchaus erstrebenswert. Sobald wir allerdings anfangen, von anderen zu verlangen, sie mögen unsere Gedanken und Ansichten teilen, wenn wir uns also anmaßen, unsere Form des Lebens als die bessere oder gar einzig richtige aufzufassen, werden wir selbstsüchtig.  Selbstsucht ist demnach auch Intoleranz.

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Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt, die meisten Menschen existieren nur

Oscar Wilde in Der Sozialismus und die Seele des Menschen

Dieses Zitat stammt aus der kaum bekannten Schrift Der Sozialismus und die Seele des Menschen von Oscar Wilde. Darin setzt sich der irische Dramatiker mit der Idee des Sozialismus auseinander. Dabei schlägt er einen bis dato nicht begangenen Pfad ein: während die Philosophen Marx und Engels sich für bessere Lebensverhältnisse der Arbeiter einsetzten, ist Wilde davon überzeugt, dass Arbeit gar nicht das Ziel eines Menschen sei. Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse gezwungen sind zu arbeiten, leben nicht wirklich, sie existieren bloß. Wilde plädiert daher für mehr Müßiggang, mehr Kunst oder allgemeiner für ein selbstbestimmtes und damit freies Leben.

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