Das Bildnis des Dorian Gray Zitate:

Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Über die Versuchung philosophiert Lord Henry Wotton im zweiten Kapitel von Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray. Seine Worte richten sich an den schönen Jüngling Gray, dessen Porträt im Verlauf der Geschichte an seiner statt altert. Es spiegelt außerdem all die Grausamkeiten, die Dorian Gray begeht, nicht unbeeinflusst von den Worten des Lords. Dieser meint, man müsse jeder Versuchung nachgeben, da man sonst krank vor Sehnsucht wird nach den Dingen, die man sich selber verboten hat.

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Nichts kann die Seele heilen als die Sinne, gerade wie nichts die Sinne heilen kann als die Seele

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Mit diesen Worten begegnet der Lebemann Lord Henry Dorian Gray, als dieser im Garten an einem Fliederbusch schnuppert. Lord Henry widmet dem schönen Jüngling seine Weisheiten in Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray. Die obigen Worte fallen im zweiten Kapitel der berühmten Geschichte um Dorian Gray, dessen Körper nicht altern kann, und dessen Ausschweifungen sich lediglich in seinem alternden Porträt widerspiegeln.

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Ich möchte wissen, wer es gewesen ist, der den Menschen als vernünftiges Tier definiert hat. Der Mensch ist vielerlei, aber er ist nicht vernünftig

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Der Streit um die Vernunft des Menschen dauert seit Menschengedenken an. Naturwissenschaftler tragen ihn ebenso gern aus wie Philosophen und Literaten. Zu den letzteren gehört Oscar Wilde, dessen Roman Das Bildnis des Dorian Gray auch von dem menschlichen Konflikt zwischen Vernunft und Trieben handelt. Die obigen Worte fallen bei einem Streit zwischen Lord Henry und dem jungen Schönling Dorian Gray. Bei dem Streit geht es um das frisch angefertigte Porträt des Jünglings, das beide Freunde besitzen wollen und das im Verlauf des Romans an Dorians statt zu altern beginnt.

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Ich lese so gern Bücher, dass ich mir nichts daraus mache, welche zu schreiben

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Über die Vorzüge des Lesens gegenüber dem Schreiben philosophiert Lord Henry bei einem Dîner in Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray. Der dandyhafte Lebemann beklagt gleichzeitig, dass Literatur in England nicht genug Wertschätzung finde. Die Menschen würden statt dessen lieber „Zeitung, Fibeln oder Nachschlagewerke“ lesen. Eine interessante Beobachtung, die heute wieder aktuell zu sein scheint.

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So etwas wie ein moralisches oder unmoralisches Buch gibt es nicht. Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben, weiter nichts

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Diese Behauptung stellt Oscar Wilde im Vorwort zu seinem Roman Das Bildnis des Dorian Gray auf. Über die Frage, ob Bücher nun moralisch oder unmoralisch sein können, lässt sich gewiss streiten. Das Interessante an Oscar Wildes Behauptung ist aber vor allem, dass sie ausgerechnet in einem Roman fällt, dessen Inhalt seinerzeit als anrüchig galt und zur Wildes Verurteilung wegen Unzucht beitrug. Wilde verteidigt seine These übrigens im 19. Kapitel des Romans erneut und zwar mit den Worten: „Die Bücher, die die Welt unmoralisch nennt, sind solche, die der Welt ihre eigene Schande zeigen, weiter nichts.“

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Alle Kunst ist völlig nutzlos

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Mit dieser These schließt Oscar Wilde die Einleitung zu seinem Roman Das Bildnis des Dorian Gray. Aber ist Kunst wirklich nutzlos? Oder hat sie nicht vielmehr eine konkrete Aufgabe? Die Ansichten zu diesen Fragen haben sich im Laufe der Kunstgeschichte gewandelt. Während man bis ins 19. Jahrhundert Kunst vor allem als Nachahmung der Welt definierte (Arthur C. Danto in Das Fortleben der Kunst), wird der Kunst heute eine bedeutende kulturelle Aufgabe zugedacht. „Die letzte Funktion der Kunst ist die Evokation des Gefühls „Du musst dein Leben ändern““ (Rüdiger Dannemann in Georg Lukács).

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Nur Menschen, die ihre Rechnungen bezahlen, brauchen Geld, und ich bezahle meine nie

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

So philosophiert über Geld Lord Henry im dritten Kapitel von Das Bildnis des Dorian Gray des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Der Roman thematisiert die Dekadenz des viktorianischen Zeitalters am Beispiel des jungen Schönlings Dorian Gray, der äußerlich scheinbar nicht altern kann, und seines väterlichen Freundes Lord Henry, der den Jüngling in seine hedonistische Denke einweiht. Dazu gehört eben auch eine nachlässige Haltung zum Thema Schulden. Diese Haltung scheint auch in der heutigen Gesellschaft weit verbreitet zu sein. Allein 2009 gab es laut Statistischem Bundesamt mehr als 130.000 Privatinsolvenzen in Deutschland, etwa doppelt so viele wie im Jahr 2005.

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