Oscar Wilde Zitate:

Nichts altert so schnell wie das Glück

Oscar Wilde in Ein idealer Gatte

Dieses Zitat ist in der Komödie Ein idealer Gatte von Oscar Wilde zu finden. Die Worte spricht Lord Goring als Erwiderung auf einen Vorwurf seines Vaters Lord Caversham, wonach sein Sohnemann nur Vergnügen im Sinn habe. Lord Goring ist erstaunt darüber, denn seiner Ansicht nach ist ein Leben, das nicht nach Vergnügen strebt, sinnlos. Vergnügen setzt er dabei mit Glück gleich, und weiß natürlich um die Flüchtigkeit beider Phänomene.

Ein idealer Gatte bei Amazon ansehen

Was ist der einzige Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder? Jeder Heilige hat eine Vergangenheit, und jeder Sünder hat eine Zukunft

Oscar Wilde in Eine Frau ohne Bedeutung

Dieses Zitat stammt von Oscar Wilde. In seiner Komödie Eine Frau ohne Bedeutung lässt er Lord Illingworth im dritten Akt über den Unterschied zwischen Heiligen und Sündern philosophieren. Illingworth, ein bekennender Dandy, hat natürlich auch eine Vergangenheit und diese wird seinem angehenden Sekretär Gerald Arbuthnot eines Tages schmerzlich bewusst. Aber ist Illingworth nun ein Heiliger? Er ist jedenfalls kein Saul, der zum Paul wird, um ein berühmtes Beispiel eines Heiligen mit Vergangenheit zu bemühen.

Eine Frau ohne Bedeutung bei Amazon ansehen

Unsere Seele kommt alt zur Welt und wird dann immer jünger. Das ist die Komödie des Lebens

Oscar Wilde in Eine Frau ohne Bedeutung

Dieses Zitat ist in der Komödie Eine Frau ohne Bedeutung von Oscar Wilde zu finden. Diesen ungewöhnlichen Gedanken über die Seele und ihre zeitliche Entwicklung hat der irische Dramatiker Lord Illingworth zugewiesen. Illingworth ist ein typischer Dandy des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der stets nur das Eigeninteresse im Blick hat. Er hat eine Frau sitzengelassen als sie schwanger wurde und versucht Jahre später, seinen unehelichen Sohn zu seinem Privatsekretär zu machen. Aber zurück zum Zitat: Glauben Sie, dass die Seele im Unterschied zum Körper im Laufe der Zeit jünger wird?

Eine Frau ohne Bedeutung bei Amazon ansehen

Mode ist das, was man selber trägt. Geschmacklos ist das, was andere tragen

Oscar Wilde in Ein idealer Gatte

Dieses Zitat stammt aus Oscar Wildes Komödie Ein idealer Gatte. Die Worte spiegeln dabei die Mode-Philosophie von Lord Goring wider. Lord Goring ist ein Dandy par excellence. Er trägt Frack und Zylinder, weiße Handschuhe und einen Louis-Seize-Spazierstock. Außerdem wechselt er täglich die Knopfblume. Zu Beginn des dritten Aktes lässt er sich von seinem Butler Phipps eine welke Knopfblume ersetzen, was ihn dazu animiert, über Mode zu philosophieren.

Ein idealer Gatte bei Amazon ansehen

Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung

Oscar Wilde in Lady Windermeres Fächer

Dieses Geständnis legt Lord Darlington Lady Windermere gegenüber ab, während seines Besuchs in ihrer Londoner Residenz. Mit dem Besuch beginnt Oscar Wilde den ersten Akt des Gesellschaftsdramas Lady Windermeres Fächer, in dem der irische Autor die viktorianischen Moralvorstellungen satirisch beleuchtet. Lord Darlington schwärmt übrigens für die Titelheldin, doch seine Komplimente stoßen bei Lady Windermere auf Ablehnung.

Lady Windermeres Fächer bei Amazon ansehen

Wenn wir glücklich sind, sind wir immer gut, aber wenn wir gut sind, sind wir nicht immer glücklich

Oscar Wilde in Das Bildnis des Dorian Gray

Im sechsten Kapitel von Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray führen der titelgebende Jüngling und Lord Henry eine ihrer zahlreichen Konversationen. Diesmal ist Glück das Thema. Während Lord Henry mit den obigen Worten auf den Zusammenhang zwischen Glücklichsein und Gutsein hinweist, möchte Dorian Gray, dessen Körper nicht altert, wissen, was Gutsein bedeutet. Lord Henry antwortet: „Gut sein heißt in Harmonie mit sich selbst sein.“

Das Bildnis des Dorian Gray bei Amazon ansehen

England und Amerika haben heutzutage alles gemeinsam, die Sprache natürlich ausgenommen

Oscar Wilde in Das Gespenst von Canterville

Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen England und Amerika philosophiert Oscar Wilde im ersten Kapitel seiner Erzählung Das Gespenst von Canterville (1887). Darin lässt der irische Autor einen amerikanischen Botschafter das englische Schloss Canterville kaufen, in dem es spukt. Der moderne und pragmatische Mr. Otis lässt sich keinesfalls von einem Gespenst beeindrucken. Statt in Angst und Schrecken zu verfallen, schafft es die Familie des Diplomaten den Hausgeist zur Verzweiflung zu bringen, denn was ist ein Gespenst schon wert, wenn es nicht als unheimlich wahrgenommen wird? Mit der nüchternen Einstellung zur parapsychologischen Phänomenen deutet Oscar Wilde Unterschiede in der Geisteshaltung von Amerikanern und Engländern, die dem obigen Zitat geradezu widersprechen. Die Lektüre dieser witzigen und märchenhaften Erzählung lohnt dennoch.

Das Gespenst von Canterville bei Amazon ansehen