Faust Zitate:

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?

Johann Wolfgang von Goethe in Faust

Diese Frage stellt Gretchen Faust in Goethes gleichnamiger Tragödie aus dem Jahr 1808. Nachdem Faust einen Pakt mit dem Teufel Mephisto eingegangen ist, macht dieser Faust mit dem schönen Gretchen bekannt. Gretchen stellt ihm die obige Frage, weil sie Fausts Annäherungsversuchen nicht ganz traut und ihn mit einem heiklen Thema aus der Reserve locken will. Heute wird der Ausdruck Gretchenfrage für eine beliebige Frage verwendet, die einen brenzligen Punkt adressiert. Die Frage nach dem eigenen Verhältnis zur Religion wird übrigens auch heute noch von vielen ungern in der Öffentlichkeit diskutiert.

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Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust

Johann Wolfgang von Goethe in Faust

Mit diesen Worten beklagt Goethes Faust in der gleichnamigen Tragödie seine innere Zerrissenheit zwischen Rationalität und Sinnlichkeit. Neben dem rationalen Streben nach etwas Erhabenem verspürt der Gelehrte Faust auch einen Drang zu körperlichen Freuden. Diese Dualität ist ihm eine Plage und so geht er einen Pakt mit dem Teufel ein, da dieser ihm verspricht, trotz dieser Zerrissenheit glücklich zu werden. Der Rest ist Literaturgeschichte.

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Uns ist ganz kannibalisch wohl, als wie fünfhundert Säuen

Johann Wolfgang von Goethe in Faust

Worte werden von einer Gruppe Trunkenbolde in Goethes Faust gesungen. Für die Zecher bedeutet der Alkoholrausch scheinbar einen Zustand der Freiheit, so interpretiert Mephisto jedenfalls die Worte. Faust hingegen ist von dem Benehmen der Trinker angewidert und möchte die Schänke, die er mit dem Teufel aufgesucht hatte, sofort verlassen. So ist das mit den kleinen Freuden des Lebens. Sie können für unser Wohlbefinden sorgen, oder aber uns anekeln, wenn ihr Genuss exzessiv wird.

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Das Ewig Weibliche zieht uns hinan

Johann Wolfgang von Goethe in Faust II

„Das ewige Weibliche zieht uns hinan“. Mit diesen Worten endet Goethes Drama Faust II. Faust ist gerettet, seine Seele muss er nicht an Mephisto, den Teufel, abtreten. Doch was hat es mit dem Ewig Weiblichen auf sich? Darüber wird vielfach spekuliert. Ist die Kraft der Liebe gemeint? Oder die Kraft der Weiblichkeit, die ins Mystische, nicht ganz Nachvollziehbare reicht? Was meinen Sie?

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Blut ist ein ganz besonderer Saft

Johann Wolfgang von Goethe in Faust

Nein, der Satz „Blut ist ein ganz besonderer Saft“ fällt in keinem der zahlreichen Vampir-Schmöker. Es sind die Worte des Teufels Mephisto, die er dem Gelehrten Faust in Goethes gleichnamiger Tragödie beim Abschluss des Teufelspakts entgegnet. Der Teufel besteht auf eine Vertragsunterschrift mit Fausts Blut. Nur so ist er bereit, dem Lebensfrustrierten zu dienen und ihm zu einem erfüllten Dasein zu verhelfen.

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Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

Johann Wolfgang von Goethe in Faust

Goethes bekanntestes Werk Faust ist zur Quelle zahlreicher geflügelter Worte geworden. So auch der Satz „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“. Heinrich Faust, der unglückliche Gelehrte, lässt den Satz beim Osterspaziergang in der Menschenmenge fallen, als er beobachtet, wie wohl sich die Menschen aller Stände in dem feierlichen Trubel fühlen. Heute wird das Faust-Zitat gern gebraucht um zu kommunizieren, dass man sich in der gegebenen Gesellschaft oder Situation rundum akzeptiert oder einfach nur wohl fühlt. Faust fühlte sich bei seinem Spaziergang nur kurz von seinem Unglück abgelenkt, und schloss kaum wieder zu Hause angekommen, den berühmten Pakt mit dem Teufel.

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