Es ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein

John Stuart Mill in Utilitarismus

Dieses Zitat stammt aus der Schrift Utilitarismus, die der englische Philosoph John Stuart Mill im Jahre 1861 verfasste. Mill unterscheidet darin verschiedene Kategorien des Glücks. So unterscheidet er zwischen den Grundbedürfnissen und Lüsten, die Menschen und Tiere gemeinsam haben, etwa Hunger, Durst und Sexualtrieb und höheren geistigen Bedürfnissen, wie etwa Wissens- und Erkenntnisdrang, das Menschen vorbehalten ist. Mit dem obigen Zitat macht er darauf aufmerksam, dass Menschen eben nicht glücklich werden können, wenn sie lediglich den Grundbedürfnissen oder sinnlichen Freuden nachjagen, denn damit wären sie nur glückliche Tiere.

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In der Meditation geht es ganz einfach darum, man selbst zu sein und sich allmählich darüber klarzuwerden, wer das ist

Jon Kabat-Zinn in Im Alltag Ruhe finden

Dieses Zitat stammt von dem amerikanischen Arzt und Meditationslehrer Jon Kabat-Zinn. In seinem Buch Im Alltag Ruhe finden gibt er Einblicke in die Theorie und Praxis der Achtsamkeitsmeditation. Gleich zu Beginn stellt Dr. Kabat-Zinn klar, dass es sich bei der Meditation keinesfalls um eine geheimnisvolle, mystische Tätigkeit handelt, um einen Versuch etwa, das Ich zu überwinden. Im Gegenteil, die Praxis der Meditation zielt darauf ab, einen bewussten Zugang zum Selbst zu finden. Die Methoden hierfür sind Achtsamkeit und Gewahrsein. In seinem gelungenen Buch beschreibt er, wie man beide Fertigkeiten erreichen kann.

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Wer trinkt hat ein Problem, wer nicht trinkt allerdings auch

Peter Richter in Über das Trinken

Dieses Zitat stammt von Peter Richter. In seinem Buch Über das Trinken mokiert sich der trinkfeste Redakteur der FAS über die ambivalente Haltung der Gesellschaft zum Thema Trinken. Denn wer trinkt, gilt in unserer Gesellschaft sofort als sozialer Störfall. Wer aber nicht trinkt, macht sich genauso schnell zum Außenseiter. Als Frau wird man sofort verdächtigt, schwanger zu sein, verweigert man als Mann einen Drink, so lautet der Verdacht schnell, man sei religiös oder noch schlimmer, trockener Alkoholiker. “Es ist in unserer Gesellschaft praktisch nicht vorgesehen, einen Drink abzulehnen”, resümiert Richter und liefert in seinem Buch sowohl Gründe fürs Trinken wie auch Einsichten dafür, wie ein genussvoller aber gesunder Umgang mit dem Alkohol aussehen kann.

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Die Wahrheit ist: Es gibt keine verbindliche, einheitliche Definition des Glücks

Wilhelm Schmid in Glück

Diese nüchterne Erkenntnis stammt von Wilhelm Schmid. In seinem Buch Glück macht der Philosoph vielmehr deutlich, dass Glück stets ein subjektives Erlebnis ist und dass es gleich mehrere “Glücke” gibt. Dazu zählt Schmid das Zufallsglück, das Wohlfühlglück sowie das Glück der Fülle. Während es sich beim Zufallsglück um unerwartete, vorteilhafte Ereignisse handelt, wird mit dem Wohlfühlglück vor allem die Maximierung der Lust assoziiert. Hinter dem Glück der Fülle steckt dagegen das Erlebnis von Sinn. Nur ein Leben, das als sinnvoll erlebt wird, kann dauerhaftes Glück vermitteln, so der Philosoph aus Billenhausen.

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Die Axt im Haus erspart den Zimmermann

Friedrich Schiller in Wilhelm Tell

Dieses Zitat stammt aus der Feder von Friedrich Schiller. In seinem Drama Wilhelm Tell lässt er den gleichnamigen eidgenössischen Freiheitskämpfer als einen Mann darstellen, der alles am liebsten allein macht, um nicht auf andere angewiesen sein zu müssen. Als Wilhem Tell sein Tor eigenständig repariert, lässt er die Freude darüber mit den obigen Worten kundtun.

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Das Glück ist eine leichte Dirne

Heinrich Heine in Sämtliche Gedichte

Dieses Zitat über das Glück entstammt einem Gedicht des Romanzero-Zyklus von Heinrich Heine, das der Dichter im Jahre 1851 veröffentlichte. Heute findet es sich in der Ausgabe Sämtliche Gedichte des Reclam-Verlages. Der Vergleich von Glück und Dirne deutet wohl auf die Flüchtigkeit des Glücksgefühls. Denn auch die Freuden der käuflichen Liebe währen in der Regel nicht lang, im Gegenteil.

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Nichts altert so schnell wie das Glück

Oscar Wilde in Ein idealer Gatte

Dieses Zitat ist in der Komödie Ein idealer Gatte von Oscar Wilde zu finden. Die Worte spricht Lord Goring als Erwiderung auf einen Vorwurf seines Vaters Lord Caversham, wonach sein Sohnemann nur Vergnügen im Sinn habe. Lord Goring ist erstaunt darüber, denn seiner Ansicht nach ist ein Leben, das nicht nach Vergnügen strebt, sinnlos. Vergnügen setzt er dabei mit Glück gleich, und weiß natürlich um die Flüchtigkeit beider Phänomene.

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